Willkommen bei der Afrika-Akademie in Wuppertal



Die Afrika-Akademie ist eine Veranstaltungsreihe in der es darum geht, sich in Form eines kleinen Seminars von etwa einer Stunde Dauer mit Texten von Autoren auseinanderzusetzen, die eine beruflich und/oder persönliche Beziehung zum afrikanischen Kontinent, seinen Ländern und Kulturen haben und diese Beziehung in den Fokus ihres Schreibens stellen. Thematisch gibt es dabei keine Grenzen. Texte von Schriftstellern, Intellektuellen und Wissenschaftlern werden dabei besprochen. Es geht um gesellschaftliche, historische, politische, kulturelle und wirtschaftliche Fragen. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Der Begriff „Afrika“ ist dabei immer auch kritisch zu betrachten, denn natürlich versteckt sich dahinter kein einheitliches Konzept. Es ist ein Unterschied, ob man in Kairo, Kinshasa, Nairobi oder Johannesburg lebt. In der westafrikanischen Sahelzone kann man keine Safari unternehmen und Masken der Edo-Kultur hat es in Simbabwe nie gegeben. So vielfältig wie der Kontinent und seine Kulturen, so vielfältig ist auch der Anspruch der Afrika-Akademie.

Neben den Seminaren gibt es spannende Vorträge und mit dem Café Togo die Möglichkeit in gemütlicher Atmosphäre von Experten etwas über Afrika, seine Länder, Völker und Kulturen zu erfahren. Dafür arbeiten wir mit verschiedenen Partnern zusammen. Dazu gehören die Bergische Volkshochschule, das katholische Bildungswerk Wuppertal, Remscheid, Solingen, der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, das Integrationszentrum die Färberei, der Verein Bethlehem – Hilfe für Bedürftige im Kongo e.V., die Seniorenresidenz Laurentiusplatz und das Stadtteilzentrum Wiki.


Aktuelle Veranstaltungen:


12. Januar 2019, 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr: Café Togo im Stadtteilzentrum Wiki, Westkotter Str. 198.

Vortrag von Monika Bilstein (Peter Hammer Verlag): Einblicke in die Verlagsarbeit mit besonderem Blick auf afrikanische Literatur


15. Februar 2019, 17.00 Uhr bis ca. 18.00 Uhr: Afrika-Akademie in der Seniorenresidenz Laurentiusplatz, Auer Schulstr. 12, Jagdzimmer

Stefanie Dietrich: Altsein in Afrika. Ein ethnologischer Vergleich von Alterskonzepten.

Alter in Afrika hat viele Facetten. In ihrem Beitrag zeigt Stefanie Dietrich eine gewisse Anzahl dieser Aspekte vergleichend auf. Das Thema ist besonders interessant mit Blick auf die sehr junge Bevölkerung des Kontinents.


15. März 2019, 19.00 Uhr, Wichlinghauser Vorträge im Stadtteilzentrum Wiki, Westkotter Str. 198.

Vortrag von Prof. Dr. Jürgen G. Nagel: Über die Erhaltung und Inbesitznahme altertümlicher Bauten. Die Ruinen von Kilwa Kisiwani und der Denkmalschutzgedanke im deutschen Kolonialismus

Entdeckung und Erforschung, Inbesitznahme, Erhaltung und Restaurierung – so die Leitbegriffe im Titel einer Akte, die im Nationalarchiv von Tansania aufbewahrt wird. Sie enthält Unterlagen zum Umgang der deutschen Kolonialmacht mit »altertümlichen Bauten und Ruinen«, vornehmlich den Ruinen von Kilwa Kisiwani. Der Titel der Akte ist seit der Kolonialzeit unverändert. Seine Begriffe kombinieren koloniales Besitzstreben mit wissenschaftlichem Forscherdrang und Denkmalschutzgedanken. Eine Gewichtung suggerieren sie als solche nicht. Dass koloniale Inbesitznahme und wissenschaftliche Forschung häufig Hand in Hand gingen, dürfte nicht überraschen. Fraglich bleibt, ob im deutschen Kolonialreich tatsächlich bereits so etwas wie Denkmalschutz diskutiert wurde. Die Ruinen – oder Baudenkmäler – von Kilwa Kisiwani, einer kleinen Insel vor der südlichen Küste Deutsch-Ostafrikas, bieten hierfür ein anschauliches Studienobjekt.


6. April 2019, 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr: Café Togo im Stadtteilzentrum Wiki, Westkotter Str. 198.

Vortrag von Katja Dummer (Arbeitskreis Keetmanshoop): Die Partnerschaft des ev. Kirchenkreises mit Namibia


12. April 2019, 17.00 Uhr bis ca. 18.00 Uhr: Afrika-Akademie in der Seniorenresidenz Laurentiusplatz, Auer Schulstr. 12, Jagdzimmer

Linda Staude: Ostafrikas Umgang mit der Bevölkerungsexplosion.

Linda Staude ist Korrespondentin des Deutschlandfunkes in Nairobi. Als studierte Volkswirtschaftlerin setzt sie sich mit den sozialen Folgen der jungen Bevölkerung in Afrika auseinander und gibt dabei Einblicke in die Traditionen verschiedener ostafrikanischer Völker.


14. Juni 2019, 17.00 Uhr bis ca. 18.00 Uhr: Afrika-Akademie in der Seniorenresidenz Laurentiusplatz, Auer Schulstr. 12, Jagdzimmer

N'Dianye Tidiane: Der verschleierte Völkermord - Die Geschichte des muslimischen Sklavenhandels in Afrika (Auszug)

Während der europäische Sklavenhandel über den Atlantik im Diskurs hierzulande einen breiten Raum einnimmt, wird der innerafrikanische, durch muslimische Händler praktizierte Sklavenhandel, der vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert reichte, oftmals außen vor gelassen. Anhand der Studie des senegalesischen Schriftstellers N'Dianye Tidiane soll dieser Aspekt der Sklaverei näher betrachtet werden.


14. Juni 2019, 19.00 Uhr, Bergische VHS, Auer Schulstr. 20, Raum B220

Vortrag von Heiko Schnickmann: African Queens – Starke Frauen im vorkolonialen Afrika.

Durch mündliche und arabisch-schriftliche Überlieferungen sind der Nachwelt starke Frauenfiguren des afrikanischen Mittelalters überliefert worden, um die wir uns in dieser Veranstaltung kümmern wollen. Denn in Afrikas Geschichte wimmelt es von starken Frauen, die wissen, ihren Kopf gegen alle Konventionen durchzusetzen. Dabei geht es nicht nur um Frauen, die als Herscherinnen Politik machen müssen, wie die Könginmutter der Edo, sondern auch um Frauen, die sich für die Liebe entschieden haben und damit Stärke beweisen konnten. Der Vortrag wird einige Frauenleben aus dem west- und zentralafrikanischen Raum vorstellen, wie Yennenga – die Kriegerprinzessin aus dem heutigen Burkina Faso oder Salou Casais und ihre Liebesgeschichte aus Songhai.


Ein Artikel aus der Westdeutschen Zeitung zum Beginn der Afrika-Akademie: Manuel Praest, Wichlinghauser Projekte für Afrika, WZ vom 20. April 2018.

Das Buch zur Akademie gibt es hier: Afrika. Versuch über einen Kontinent, Remscheid: Rediroma-Verlag 2018.



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